
DIE GESCHICHTE
AUS DEM DORF HÚNS.
DAS KAATSFELD
Typisch für Húns ist der große Kaatsplatz. Das Feld war ursprünglich Teil des Hügels, auf dem die Kirche errichtet wurde. Das Feld ist ein rechteckiges Grundstück, das früher auch von Bauern als Weide für ihre Schafe genutzt wurde. Dieses offene Gebiet ist Jahrhunderte alt und sogar auf einer Karte aus dem Jahr 1718 verzeichnet.

Kaatsen: typisch friesischer Sport
Kaatsen ist ein echter friesischer Volkssport mit einer langen Geschichte. Gespielt wird auf einer großen Rasenfläche, wie zum Beispiel dem Handballfeld in Húns. Zwei Teams mit je drei Spielern stehen sich gegenüber. Sie schlagen mit der bloßen Hand einen kleinen, harten Ball hin und her. Das Ziel? Erzielen Sie Punkte, indem Sie den Ball außerhalb der Reichweite des Gegners schlagen.
In Húns ist der Handballplatz ein wichtiger Treffpunkt der Dorfbewohner. In den Sommermonaten finden regelmäßig Wettbewerbe und Turniere statt. Jung und Alt machen mit oder schauen von der Seitenlinie aus zu. Handball verbindet die Gemeinschaft und hält friesische Traditionen am Leben. An warmen Sommertagen ist der Handballplatz ein lebendiger Ort voller Sportsgeist und Geselligkeit.


DIE HÚNSER-MÜHLE
Die Poldermühle zwischen Húns und Winsum wurde 1829 erbaut. Die Mühle wird noch heute genutzt, um eine Überflutung der Gräben von Húns zu verhindern. Im Jahr 2001 erhielt die Mühle Unterstützung durch eine daneben aufgestellte Pumpstation, um den Polder mechanisch trocken zu halten.
DAS SCHULGEBÄUDE
Die ehemalige Grundschule von Húns war jahrelang eine Ruine. Es wurde mehr als 25 Jahre lang gebaut. 2015 kaufte ein Künstler das vernachlässigte Gebäude, das kurz vor dem Einsturz stand. Was einst eine verlassene Schule war, ist heute ein lebhaftes Studio, in dem Künstler zusammenkommen, um Ideen zu sammeln und etwas zu kreieren. Darüber hinaus wird das Gebäude auch an andere Künstler vermietet, was es zu einem lebendigen Zentrum künstlerischen Ausdrucks macht.

DIE NIKOLAUS-KIRCHE
Die Nikolaikirche im Ort ist ein echter Hingucker. Sie steht stolz auf einem hohen Hügel mitten im Dorf. Dieser Hügel ist Teil des geschützten Dorfbildes. Er erzählt viel über die reiche Geschichte des Dorfes.

Jahrhundertealte Architektur: Der Bau der Nikolauskirche
Kurz nach 1200 wurde die Nikolaikirche erbaut. Die Kirche dominiert mit ihrem charakteristischen Turm das Dorfbild. An der West- und Nordseite sind noch die ursprünglichen Baumaterialien zu sehen. Gelbe Klosterwitze schmücken die Wände. Die Südseite hat im Laufe der Jahre einige Veränderungen erfahren.

Einzigartig: der Fassadenturm und die Uhr der Kirche
Der hölzerne Fassadenturm stammt aus dem 18. Jahrhundert. Auf der Dorfseite befindet sich ein Zifferblatt. Im Turm befindet sich eine besondere Glocke aus dem Jahr 1617, die von Hans Falck, einem bekannten Glockengießer dieser Zeit, gegossen wurde.

Besondere Elemente im Innenraum
Im Inneren finden Sie viele interessante Elemente. Es gibt eine schöne Kanzel und ein Tauftor. Die Kirche verfügt auch über eine Orgel, die um 1875 von Willem Hardorff gebaut wurde. Diese Teile verleihen der Kirche ein reiches Aussehen.


Kontraste im Baustil: Alt trifft auf Neu
Die Südseite der Kirche hat eine andere Geschichte zu erzählen. Im 19. Jahrhundert wurde hier Zementputz aufgetragen. Dies wurde seitdem mehrmals repariert. Der Unterschied zur Originalseite macht die Kirche zu etwas ganz Besonderem.

Architektonische Details, die die Geschichte erzählen
Beachten Sie auch die beiden zugemauerten Eingänge. Sie sind stumme Zeugen vergangener Zeiten. Ein weiteres markantes Merkmal ist das Spitzbogenfenster. Diese Details machen die Kirche zu einem faszinierenden Bauwerk.


DIE DACHZIEGEL VON HÚNS
Húns war bis weit ins 18. Jahrhundert hinein sehr isoliert. Die einzigen Straßen, die aus dem Dorf führten, waren der Aufstieg von Húns zum Bolswardertrekvaart und ein Weg, der von der Kirche von Húns nach Hoptille und Hylaard führte.
Trotz der geringen Größe des Dorfes und seiner Abgeschiedenheit entwickelte sich in dieser Zeit ein Handwerk. Um 1750 ließ sich im Dorf ein Ziegeldachbäcker nieder. Diese roten Dachziegel sind in Húns immer noch zu finden: im Dorfwappen, in der Flagge und überall, wo man eine Schaufel in den Boden gräbt, stößt man auf zerbrochene Dachziegel.
Auf der anderen Seite der Autobahn befand sich die Fabrik zum Backen von Dachziegeln und Ziegeln. In der Nähe der Gebäude an der Panwurksbrêge.
Das kulturelle und soziale Leben von Húns
Trotz seiner bescheidenen Größe strotzt Húns vor Leben. Der große Handballplatz, ein Überbleibsel des alten Hügels, bildet das soziale Herz des Dorfes. Hier treffen sich die Bewohner zu sportlichen Aktivitäten und dörflichen Veranstaltungen. Die ehemalige Schule, heute ein lebendiges Künstlerzentrum, trägt zum kulturellen Leben des Dorfes bei. Die Zahl der Einwohner mag im Laufe der Jahre zurückgegangen sein, der Gemeinschaftsgeist ist jedoch nicht geringer. Besucher werden herzlich willkommen geheißen und können in das authentische friesische Dorfleben eintauchen. Ob Sie einen Spaziergang entlang der malerischen Häuser genießen, die historische Kirche besichtigen oder im Wohnzimmer Ihres Ferienhauses entspannen möchten, Húns bietet ein einzigartiges Erlebnis, das die Essenz Frieslands einfängt.


DER 'TERP'
Wie viele andere Dörfer und Städte in Friesland begann Húns auf einem Hügel: Terp. Vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis 1100 n. Chr. wurden in Friesland zahlreiche Hügelgräber errichtet. So entstand das Dorf Húns. Es wurde als landwirtschaftliche Siedlung inmitten eines Salzwiesengebiets erbaut: Westergo.



DIE MIDDELZEE
In der Gegend von Westergo gab es viele Meeresbuchten und Bäche. Um 800 n. Chr. entsprang die Middelzee einem dieser Kanäle. Um sich besser gegen die Wassermassen der Middelzee verteidigen zu können, wurde die Siedlung in einen erhöhten Wohnort umgewandelt; ein Hügel.
Im Spätmittelalter wurden immer mehr Seedeiche angelegt. Dadurch war es für die Bewohner von Húns nicht mehr notwendig, auf dem Hügel zu wohnen, und der Bau wurde auch auf tiefer gelegenem Gelände durchgeführt.


DIE DEICHE
In der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts wurden die ersten Hügel in Friesland mit Ringdeichen verbunden. Es gibt bereits Pläne, das gesamte Westergo durch einen Seedeich zu schützen.
Der erste Teil davon wurde im 11. Jahrhundert errichtet: ein westlicher Deich zwischen den Dörfern Hylaard und Bozum, der Slagtedijk genannt wurde. Von diesem Deich führten mehrere Straßen zu anderen Siedlungen wie Mantgum und Húns.

HUYNGHE DYCKE
Ein Jahrhundert später ist ein neuer Teil der Ufermauer fertiggestellt; Die Deiche Huynghe (Húns) wird erstmals im Jahr 1473 erwähnt.
Die Deiche waren die wichtigsten Landstraßen für die Gemeinden in Friesland. Der Rest des Transports erfolgte über Wasserstraßen. Beispielsweise gab es einen Aufstieg von Húns zum Bolswardertrekvaart: den Huinservaart.
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DER NAME 'HÚNS'
Die älteste bekannte Schreibweise (Hunenghe) stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Name leitet sich vom Personennamen „Huno“ ab. Hunenghe bedeutete: das Volk von Huno. Im Jahr 1370 war das Dorf als Hynnynghe bekannt. 1473 wurde der Name in Huynghe Dycke und neun Jahre später wieder in Huyns geändert. Im Jahr 1505 änderte sich die Schreibweise in „Huns“. Zeitweise hatte das Dorf sogar zwei Schreibweisen: Huins (niederländisch) und Húns (friesisch). Seit 1991 wird definitiv die friesische Schreibweise Húns gewählt.
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DAS 19. JAHRHUNDERT
Entlang des Anstiegs von Húns zum Bolswardertrekvaart tauchen immer mehr Häuser auf, wie zum Beispiel Húns 16. Außerdem werden eine Schule und ein neues Pfarrhaus gebaut. Die Bevölkerung wuchs von 140 im Jahr 1840 auf 251 im Jahr 1880. Doch als das Pfannenmacherhandwerk aus Húns verschwand, ging die Bevölkerung schnell wieder zurück.
Die Bevölkerung ist dann auf die Landwirtschaft angewiesen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in ganz Friesland zahlreiche Hügel ausgegraben; Der fruchtbare Boden wurde für Felder genutzt. In dieser Zeit wurden auch zwei große Teile des Húns-Hügels ausgegraben: ein Teil nördlich des Friedhofs und das offene Grundstück, das sich von einer höher gelegenen Weide in ein tiefer gelegenes Feld verwandelte.
In dieser Zeit kam auch Húns zunehmend aus ihrer Isolation heraus. Der Weg von Hylaard, der zunächst an der Kirche endete, wird zu Dörfern wie Leons verlängert. Und als ein Jahrhundert später auch die N359 (Westergowei) gebaut wurde, war Húns vollständig zugänglich.


DAS 20. JAHRHUNDERT
Im 20. Jahrhundert wurde die Landwirtschaft zunehmend professionalisiert. Die Folge ist ein rapider Rückgang der Bevölkerung. Im Jahr 1978 lebten dort nur 100 Menschen. Auch in Húns gab es in dieser Zeit viele Leerstände. Dadurch verfiel das Schulgebäude langsam zur Ruine. Glücklicherweise konnte das Gebäude im 21. Jahrhundert gerettet und nun wunderschön renoviert werden. Auch viele andere Gebäude im Dorf – wie zum Beispiel Húns 16 – werden grundlegend umgestaltet, sodass das kleine, typische Warftendorf wieder aufblüht.
Das Dorf in der Neuzeit
Obwohl das Dorf seinen historischen Charme bewahrt hat, ist es sicherlich mit der Zeit gegangen. Viele Häuser wurden modernisiert. Und natürlich auch unser Ferienhaus. Hier stehen Ihnen alle modernen Annehmlichkeiten zur Verfügung. Eine geräumige Wohnküche, komfortable Schlafzimmer und eine moderne Ausstattung machen Ihren Aufenthalt sehr angenehm. Dabei sind viele originale Details erhalten geblieben, so dass die Geschichte greifbar bleibt.